Ideeller und sozialer Kerngedanke

 

 

Immer mehr Frauen leben allein oder als Alleinerziehende zusammen mit ihren Kindern. Diese Zahl erhöht sich mit zunehmendem Alter der Frauen.
Staatliche Hilfen sind oft nicht ausreichend und derzeit sowieso rückläufig. Auf diese gesellschaftliche Situation haben wir eine Antwort gefunden:
Zusammenleben im Beginenhof.

 

In einer Zeit hoher Individualisierung wagen wir den Versuch, eine Lebensform zu begründen, die zum ersten die individuelle Autonomie bewahren
möchte, sie zum zweiten aber bewusst mit einer neuen Form von Sozialverbindung verknüpft. Anders als die Beziehungen in der Familie gründet
Ydiese Wahlverwandtschaft auf Zusammengehörigkeit und auf gegenseitiger Verantwortung ohne lebenslang verbindliche Pflichten. Das ist der
soziale Kerngedanke, der in unserem Wohnprojekt umgesetzt und gelebt werden soll, der ideelle Herzschlag unserer Visionen, die eigentliche
Freude an unserem Projekt.

 

In unserem Wohnprojekt sollen weibliche Bedürfnisse und Lebensstile in besonderer Weise Berücksichtigung finden. Hier können  Frauen jeden
Alters, generationsübergreifend in jeder Lebensphase, mit oder ohne Kinder, unter einem selbstgewählten Dach selbstbestimmt zusammenwohnen,
leben und arbeiten. In gegenseitigem Respekt und in gegenseitiger Achtung wollen wir voneinander lernen, uns gegenseitig stützen und stärken.

 

In einer solchen Atmosphäre können neuartige Beziehungen entstehen: Freundschaftliche Nachbarinnen - nachbarschaftliche Freundinnen.

Unserem demokratischen Grundverständnis entsprechend sollen die Wohnungen auch für Frauen mit niedrigem Einkommen finanzierbar sein.

Nebenbei noch: Männer oder Väter, Brüder, Söhne, Freunde oder Bekannte,
Gefährten oder Geliebte sind willkommene Gäste.